Kaufen oder mieten – was sich für Sie wirklich lohnt
Auf die Frage „Kaufen oder mieten?" gibt es keine allgemeingültige Antwort, auch wenn beide Lager sie gern hätten. Es kommt auf Ihre Zahlen und Ihre Lebensplanung an. Was sich sagen lässt: An welchen Stellschrauben die Entscheidung hängt – und wie Sie sie für sich durchrechnen.
Wie lange wollen Sie bleiben?
Das ist die wichtigste Frage. Kaufnebenkosten von rund 9 bis 12 Prozent sind erst einmal versenkt. Verkaufen Sie nach drei Jahren wieder, holen Sie die kaum heraus. Ab einer Haltedauer von etwa zehn Jahren beginnt sich das Bild in den meisten Regionen zu drehen. Wer flexibel bleiben will oder beruflich viel wechselt, ist zur Miete oft besser aufgehoben.
Eigenkapital und Rate
Zum Kauf brauchen Sie idealerweise genug Eigenkapital, um die Kaufnebenkosten zu decken und etwas darüber hinaus. Es geht auch mit weniger, dann steigen aber Zins und Rate. Bei aktuellen Bauzinsen um die 3,6 bis 4 Prozent (Stand: Juli 2026) sollten Sie ehrlich rechnen: Ist die monatliche Rate dauerhaft tragbar – auch wenn das Auto kaputtgeht oder ein Einkommen wegfällt?
Der oft übersehene Punkt: Tilgung ist Sparen
Bei der Miete ist das Geld weg. Bei der Finanzierung fließt ein Teil jeder Rate in die Tilgung – und damit in Ihr Eigentum. Über die Jahre wächst so Vermögen, während der Mieter Monat für Monat zahlt, ohne dass etwas bleibt. Dem gegenüber stehen Instandhaltung und das Risiko, dass die Immobilie an Wert verliert. Beides ist real und gehört in die Rechnung.
Was die reine Rechnung nicht abbildet
Eigentum bedeutet Gestaltungsfreiheit und Sicherheit vor Kündigung und Mieterhöhung. Es bedeutet aber auch, dass Sie sich um alles selbst kümmern. Manche empfinden das als Freiheit, andere als Last. Dieser Teil lässt sich nicht in eine Tabelle pressen – und trotzdem entscheidet er oft mehr als der Zinssatz.
Rechnen Sie es für sich durch
Grau ist alle Theorie. Mit unserem Kauf-/Mietrechner stellen Sie Ihre heutige Kaltmiete der Kaufvariante gegenüber – mit Ihrem Kaufpreis, Zins, Eigenkapital und Zeithorizont. Sie sehen die monatliche Rate, das Vermögen nach einigen Jahren in beiden Szenarien und das Jahr, ab dem sich der Kauf für Sie rechnet. Einen ersten groben Rahmen liefert außerdem unser Budgetrechner.
KAUF-/MIETRECHNER
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Unser Vorschlag
Wir rechnen Ihnen beide Szenarien mit Ihren echten Zahlen durch: Miete heute gegen Rate, Nebenkosten und Vermögensaufbau beim Kauf. Danach sehen Sie schwarz auf weiß, ab wann sich der Kauf für Sie trägt – und können in Ruhe entscheiden. Noch auf der Suche nach dem passenden Objekt? Wir helfen bei der Immobiliensuche.
Häufige Fragen zu Kaufen oder Mieten
*Stand: Juli 2026. Zinssätze und regionale Kaufpreise verändern das Ergebnis; die Rechnung erstellen wir individuell.*-
Als grobe Faustregel ab einer Haltedauer von etwa zehn Jahren – regional sehr unterschiedlich. Der genaue Break-even hängt von Kaufpreis, Zins, Miethöhe und Wertentwicklung ab. Unser Rechner ermittelt ihn für Ihre Zahlen.
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Möglichst die Kaufnebenkosten (9 bis 12 Prozent) plus einen Puffer. Mehr Eigenkapital senkt Zins und Rate. Kaufen mit wenig Eigenkapital ist möglich, kostet aber mehr Zins.
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Nein. Miete kauft Flexibilität und überträgt Instandhaltungs- und Wertrisiken auf den Vermieter. Wer das eingesparte Kapital anlegt, kann finanziell ähnlich dastehen wie ein Käufer – je nach Markt.
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Einmalig die Kaufnebenkosten, laufend Instandhaltung und Hausgeld sowie das Zinsrisiko bei der Anschlussfinanzierung. Diese Posten gehören in jeden ehrlichen Vergleich.
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Mit unserem Kauf-/Mietrechner auf dieser Seite – oder im persönlichen Gespräch, in dem wir Ihre Bonität und reale Konditionen einbeziehen.